»Al­le sind Esel!«

Die 4-jäh­ri­ge Eli­sa, Ele­na (6) und Do­ri­na (mit 66 Jähr­chen auf dem Bu­ckel) be­su­chen ge­mein­sam den Nürn­ber­ger Kin­der­christ­kin­dels­markt. Leicht an­ge­säu­ert al­le drei: Eli­sa stellt fest – kal­te Fü­ße, Ele­na hat ih­re Hand­schu­he ver­ges­sen – al­so kal­te Hän­de, Do­ri­na mit war­men Fü­ßen ist im Ge­drän­ge be­müht, küh­len Kopf zu be­wah­ren.

Nach Ka­rus­sell– und Ei­sen­bahn­fah­ren wün­schen sich die Kin­der ge­brann­te Man­deln und Zu­cker­wat­te, Do­ri­na ei­ne Zi­ga­ret­te. Al­les sehr ab­leh­nens­wür­dig! Al­so, Krip­pe mit grob ge­haue­nen Holz­fi­gu­ren an­schau­en. Die un­ver­bes­ser­li­che ehe­ma­li­ge Leh­re­rin er­klärt den Kin­dern: »Das ist der Ochs und das der Esel.«

Auf die nach­fol­gen­de Lern­ziel­kon­trol­le: »Wo sind Ochs und Esel?« zeigt Eli­sa auf Ma­ria und Jo­seph. Vom La­chen der Da­bei­ste­hen­den er­mu­tigt legt das Kind nach: »Al­le sind Esel!«

In die­sem Sin­ne: Fröh­li­che Weih­nach­ten!

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3 Kommentare zu »»Al­le sind Esel!««:

  1. Gleissner Sonja meint:

    Erst­mal dan­ke an Do­ri­na für ih­ren Gang über den Christ­kind­les­makt mit den
    2 Kin­dern.
    Ein­fach köst­lich der Kom­men­tar der bei­den Kin­der zu »wer ist Ochs und Esel«
    Es hat sich ein­mal wie­der be­wahr­hei­tet: Kin­der und Nar­ren sa­gen die Wahr­heit!
    SG

    #1

  2. Hans Wöcherl meint:

    Lie­be Do­ri­na,

    er­freu­ten Dank für Dei­ne schö­ne Weih­nachts­ge­schich­te: der Stall in Bet­le­hem ei­ne ein­zi­ge Ese­lei. Schön wä­re es, wenn die Flücht­lings­ge­schich­te von da­mals end­lich mehr in sei­nem re­alts­ti­schen Kern als Sym­bol für die An­ge­wie­sen­heit des aus­ge­lie­fer­ten Le­bens auf Mit­ge­fühl und So­li­da­ri­tät ver­stan­den wür­de und we­ni­ger als sen­ti­men­ta­le Reiz-Ku­lis­se für un­ge­hemm­ten Schen­kens-Wahn und Kauf­rausch. Dann könn­te sie auch ak­tu­ell noch sinn­stif­tend sein im schwä­cher wer­den­den Kampf ge­gen Igno­ranz und ge­gen die ra­pi­de fort­schrei­ten­de Kom­mer­zia­li­sie­rung un­se­res Le­bens und sei­ner Be­din­gun­gen. Aber ein Ober­häupt­ling aus Köln will sich da sei­ne In­ter­pre­ta­ti­ons­macht nicht neh­men las­sen: Die Kir­che hät­te sich »an das Wort Got­tes an­zu­pas­sen«, die Bi­bel, »und nicht an die Mei­nung der Men­schen« sagt Meiss­ner zum Re­form­be­darf in der Kir­che kurz vor sei­nem 80igsten Ge­burts­tag.

    Dass sich das ge­schrie­be­ne Wort der Bi­bel eben­so­we­nig von selbst ver­steht, wie die fi­gür­li­che Krip­pen­auf­stel­lung auf dem Nürn­ber­ger Christ­kind­les­markt, zeigt die 4-jäh­ri­ge Eli­sa er­freu­lich un­be­ein­druckt. So­mit ver­bin­det sich mit den ler­nen­den, ge­le­gent­lich auch lern­schwie­ri­gen Kin­dern die Hoff­nung, dass ih­nen der ge­fühl­te In­halt der Ge­schich­te auf Dau­er wich­ti­ger wer­den wird als die re­li­giö­sen Be­deu­tun­gen, mit de­nen das Stall-En­sem­ble über­frach­tet ist.

    In die­sem Sin­ne wün­sche ich Euch, Do­ri­na, Ele­na und Eli­sa ein Weih­nach­ten
    vol­ler schö­ner Ge­sprä­che mit vie­len über­ra­schen­den Wen­dun­gen. Und na­tür­lich gu­te Lern­pro­zes­se im neu­en Jahr.

    Bes­te Grü­ße von Hans aus Edel­ham

    #2

  3. Knut Michel meint:

    Hal­lo Do­ri­na, ge­ra­de dar­über ge­stol­pert. Sehr schö­nes Er­leb­nis :) Wir als El­tern ha­be wirk­lich schön dar­über ge­lacht.

    #3

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